Raritäten - Kuriositäten - Außergewöhnliches

„Richard Reichsgraf zu den tiefen Wäldern von Schollbrunn“

Als erfolgreicher Ballonfahrer wurde ich am 5. Juli 1992 „geadelt“ und auf den wohlklingenden Namen „Richard Reichsgraf zu den tiefen Wäldern von Schollbrunn“ getauft.

Beim dritten Heimatfest der Gemeinde Bischbrunn startete als Attraktion ein von der Sparkasse Main-Spessart gesponserter Heißluftballon mit mir an Bord und landete wohlbehalten in Schollbrunn. Die Bilder zeigen den Start und die anschließende Ballonfahrertaufe im Festzelt.

Aber nicht nur mit dem Heißluftballon ging ich in die Luft, sondern auch mit den Gleitschirmfliegern vom GSC „Albatros“, die in Oberndorf bei günstiger Witterung ihren Flugsport betrieben.

„Ich bin ein Stettiner“

Die Trachtentanzgruppe der Heimat- und Wanderfreunde Oberndorf-Bischbrunn pflegte nach der Öffnung des „Eisernen Vorhanges“ einige Jahre engen Kontakt mit der Staatlichen Ballettschule in Stettin. Beim Besuch der Oberndorfer im Sommer 1992 in Stettin sprach ich als Bürgermeister auf dem Stettiner Schloßplatz zu den großzügigen polnischen Gastgebern. Dabei verwendete ich auch das abgewandelte Kennedy-Zitat „Ich bin ein Stettiner“.

Neben Auftritten in Stettin und Swinemünde gehörte die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession in Kamien und ein Empfang beim Stettiner Stadtpräsidenten zu dem unvergeßlichen Programm. Das Bild zeigt die Oberndorfer Trachtentanzgruppe vor der Konzertmuschel in Swinemünde mit Dolmetscher Johannes Stüfe, Marktheidenfeld, (links) und mir (rechts).

„Kölsche Jungs und exotische Schönheiten rockten auf der Prominenten-Hochzeit“

lautete die Schlagzeile im „Main-Echo“ als ich den Schlagzeuger der Kölner Popgruppe "BAP" Jürgen Zöller mit seiner Braut Geli Fleer am 4. Juli 1993 getraut hatte. Die „etwas andere“ Hochzeit fand im Gasthaus „Sylvan“ im romantischen Weihersgrund statt und war für alle Beteiligten ein Erlebnis.

Doch wie kommt ein Dorfbürgermeister so solcher Ehre? Der Manager der Popgruppe wohnte damals im Hafenlohrtal und führte das Brautpaar auch zum Sylvan. Dieses waren von dem idyllischen Ort so angetan, dass sie beschlossen dort zu heiraten. Und, da in ganz Frankfurt, wo das Paar wohnte, kein Standesbeamter bereit war das etwas abergläubische Paar an einem Sonntag nach 14 Jahren und 7 Monaten „Probezeit“ zu trauen, fragte Sylvan-Wirt Dieter Krebs an und ich sagte spontan zu. Allerdings unter einer Bedingung: Erst mußte ich als Schirmherr des Spessartbund-Bundesfestes beim Festzug mit marschieren und anschließend die vielen Gäste begrüßen.

Als „Dankeschön“ wurden die Helfer der Hochzeit und die beiden Familien Krebs im März 1994 als Ehrengäste bei der Deutschlandtour von "BAP" nach Würzburg eingeladen. Das Begleitheft der neuen CD „Pik Sibbe“ erwähnt auch kurz das außergewöhnliche Ereignis. Das Bild zeigt das etwas exotischen Brautpaar mit seinem Standesbeamten.

Schlagerstar Daniela Merk heiratete in Oberndorf

Fast auf den Tag genau zehn Jahre nach der BAP-Trauung hatte ich die Ehre unseren einheimischen Schlagerstar Daniela Mergler (Künstlername Merk) am 28. Mai 2003 im Rathaus Oberndorf mit ihrem Verlobten Hannes Kirschner zu trauen. Der Volksmusikstar kehrte zum wichtigsten Ereignis seines Lebens in seinen Heimatort zurück und feierte hier auch einen zünftigen Polterabend. Das frisch vermählte Brautpaar wohnt seit Jahresbeginn 2003 in der südlichsten Kommune Deutschlands in Oberstdorf. Mit dem Wohnungswechsel war für Daniela eine „Beförderung“ von einer Oberndorferin zu einer Oberstdorferin verbunden.

Der Gesangverein Oberndorf und der Kammerchor Leipzig-Nord

Gleich nach der Öffnung der deutsch-deutschen Grenze entwickelte sich eine echte Freundschaft zwischen dem Gesangverein „Spessartlust“ und dem Kammerchor Leipzig-Nord. Heribert Fritsch, ein ehemaliges Mitglied des Leipziger Chores, wechselte „die Fronten“ und knüpfte die Verbindungen.

Zwischenzeitlich waren die Leipziger einige Male in Oberndorf und die Oberndorfer in Leipzig, so dass sich eine enge Beziehung zwischen der Welt- und Messestadt Leipzig und der Spessartgemeinde bildete. Als Bürgermeister war ich bei allen Treffen dabei.

Der "doppelte" Richard

Presse, Funk und Fernsehen berichteten seit Oktober 2010 mehrfach über die außergewöhnliche Namensgleichheit von mir und meinem amerikanischen Namensvetter Richard T. Krebs (Pennsylvania). Das ausführliche Medienecho finden sie hier.

Zweiter Hauptvorsitzender des Spessartbundes

Auf der Vertreterversammlung der Mitgliedsvereine wurde ich am 8. November 2014 in Hösbach zum stellvertredenden Vorsitzenden des Spessartbundes gewählt. Eine ehrenvolle Aufgabe an der Spitze eines Natur- und Heimatverbandes, der Rund 16.000 Mitglieder in 100 Ortsvereinen zwischen Frankfurt und Würzburg, zwischen Bad Orb und Tauberbischoffsheim vertritt.