Main-Echo vom 19. Juli 2008

Bischbrunn wird größer und bekommt höchsten Berg

Eingemeindung: 2822 Hektar Forst sollen hinzukommen



MAIN-SPESSART. Die Gemeinde Bischbrunn beantragte im Juli 2007 bei der Regierung von Unterfrankten, dass gemeindefreie Grundstücke des Bischbrunner Forstes eingemeindet werden. Dem stimmte am Freitag der Kreisausschuss zu. Es handelt sich um rund 2822 Hektar auf 153 Grundstücken.

Bürgermeister Richard Krebs hatte in dem Antrag argumentiert, durch die Eingliederung könne ein zusammenhängendes Hoheitsgebiet für die Gemeinde Bischbrunn geschaffen werden. Hinzu kommt dann auch der höchste Berg im Spessart der Geiersberg mit 585 Meter.

Gebietsänderung
Landrat Thomas Schiebel berichtete, der Landkreis nehme bisher aus den Gemeindefreien Grundstücken des Bischbrunner Forstes jährlich etwa 11000 Euro Grundsteuer ein. die nach der Eingemeindung verloren und künftig an die Gemeinde gingen. Die Regierung von Unterfranken wolle die Gebietsänderung durchführen.

»Wir dürfen nichts verschenken«, setzte sich Uwe Lambinus (SPD) für die Kreiskasse ein und fand Unterstützung in seinem Parteifreund Heinz Mehrlich: »Die Expansionsgelüste von Bischbrunn gehen zu Lasten des Landkreises". Landrad Schiebel erklärte, bei der Eingemeindung eines gemeindefreien Gebiets gehe es darum, gesetzliche Maßnahmen zu vollziehen. So sei der Gramschatzer Wald bereits aufgeteilt. Krebs hatte auf die Eingliederung des Altenbucher Forstes in die Gemeinde Altenbuch hingewiesen. Es gehe nicht das Eigentum, sondern nur das Hoheitsrecht verwaltungstechnisch an die Gemeinde über. sys